Die Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen entstand in den 1980er Jahren mit knapp 30.000 in industrieller Bauweise errichteten Wohnungen. Zu der am Reißbrett geplanten Siedlung gehören neben Wohngebäuden auch Wohnfolgeeinrichtungen wie Kitas, Schulen und Sportanlagen, Kultureinrichtungen, Gaststätten und Kaufhallen. Vor dem Hintergrund des Bevölkerungszuwachses und des verstärkten Drucks auf dem Wohnungsmarkt in Berlin hat sich der Bezirk entschlossen, für die Großsiedlung ein abgestimmtes Zielkonzept zu entwickeln, das sowohl der städtebaulich-historischen Bedeutung und den besonderen Qualitäten der Großsiedlung, als auch dem steigenden Bedarf nach Wohnungen, sozialer Infrastruktur und qualitätvollen Freiräumen Rechnung trägt. Mit dem Rahmenplan wird dem Bezirk eine Grundlage an die Hand gegeben, die Entscheidungen sowohl für die Nachverdichtung, als auch für die Bewahrung von nicht zu bebauenden Standorten transparent macht. Auf mehreren Bürgerveranstaltungen wurden die Bewohner am Prozess beteiligt.
Ich bin seit 2009 bei der Planergemeinschaft. Meine Schwerpunkte liegen in der integrierten Stadtentwicklung, der Erstellung von städtebaulichen Rahmenplänen und Entwürfen sowie der Betreuung von Wettbewerbsverfahren. An der Aufgabe der integrierten Stadtentwicklung schätze ich die Herausforderung, unterschiedliche Ansprüche an den Raum in Einklang zu bringen und daraus tragfähige Konzepte zu entwickeln. Als Ausgangspunkt für die Arbeit an städtebaulichen Entwürfen spielen für mich die Besonderheiten des jeweiligen Ortes eine große Rolle. Bei der Begleitung von Wettbewerben lege ich Wert auf Rechtssicherheit, Transparenz und faire Verfahren, um den unterschiedlichen Ideen Raum zu geben und so hochwertige Lösungen für die jeweilige Aufgabe und den Ort zu erzielen.