Ein Großteil der Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Reduktion von Kohlenstoffdioxidemissionen erfolgt in Städten und Gemeinden. Das Quartier als lokale Handlungsebene hat dabei eine zentrale Bedeutung. Positive Beispiele aus Berlin zeigen auf, wie handlungs- und akteursübergreifende Lösungen gelingen können.
Paul-Martin Richter in Quartier. Fachmagazin für den urbanen Wohnungsbau 04/2024
Die Stadtgemeinde Bremen steht vor der Aufgabe, das auslaufende Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt zu beenden. Städtebauförderungsmittel können nur für zeitlich begrenzte, investive und investionsvorbereitende und -begleitende Maßnahmen eingesetzt werden. Entschieden ist, die Gebiete Neue Vahr, Osterholz-Tenever und Huckelriede aus der Förderung zu entlassen. Während der Programmlaufzeit wurde viel erreicht. Insgesamt ist eine deutliche Aufwertung der Gebiete erkennbar. Zum jetzigen Zeitpunkt können keine städtebaulichen und funktionalen Defizite in einem Umfang festgestellt werden, der eine Gesamtmaßnahme der Städtebauförderung rechtfertigt. Die Quartiersentwicklung ist damit aber nicht zu Ende. Was die Beendigung der Städtebauförderung in den Gebieten bedeutet und wie das Danach aussehen kann, wie positive Entwicklungsdynamiken aufgegriffen und weiterentwickelt werden können – diese Themen werden in dem vorliegenden Verstetigungskonzept behandelt.
Welche Ideen haben junge Menschen, um Innenstädte zu beleben? Diese Frage stand im Zentrum der Untersuchung "Kreative Ideen junger Menschen für die Innenstädte", die die Planergemeinschaft im Rahmen von ExWoSt im Auftrag des Bundesbauministeriums und des BBSR erarbeitet hat. Jetzt ist die Publikation "Neu gedacht, anders gemacht" erschienen.
Rund zwei Jahre hat die Planergemeinschaft sieben Projekte junger Menschen in Innenstädten begleitet. Das Besondere dabei: die Ko-Forschung, durch die die jungen Projektakteure aktiv am Forschungsprozess beteiligt waren.
Mit dabei waren:
Adapter in Stuttgart und Wendlingen
Bewegungs(T)räume in Hannover
FACK (Futurist Agency For Cultural Kick-off) in Altenburg
Juca (Jugendcafé) in Oranienburg
LAF (Leerstand als Freiraum) in Pforzheim
Makerspace Geistesblitz in Löbau
meffi.s in Aachen
Die sieben Projekte zeigen, wie mit Leidenschaft und Professionalität zugleich und einer auf Kooperation ausgerichtete Herangehensweise neue und frische Ideen für die Innenstädte hervorgebracht und realisiert werden.
Daher kann die Empfehlung an Verantwortliche in Stadtpolitik und -verwaltung, an Eigentümer*innen von innenstädtischen Immobilien und alle weiteren Innenstadtakteure nur lauten: Lassen Sie sich vom Schwung, vom Engagement, vom Gestaltungswillen, vom Unternehmungsgeist, von der Flexibilität und Unerschrockenheit der jungen Stadtmacher*innen begeistern - sie zeigen Wege in die Zukunft der Innenstädte!
BBSR-Online-Publikation, 29/2024
Corinna Kennel, Kerstin Jahnke, Kim Larissa von Appen in PlanerIn,4_2023, S. 55-56
Das Baugesetzbuch (BauGB) soll grundsätzlich beide dem Klimawandel geschuldeten Handlungsfelder fördern: Klimaschutz und Klimaanpassung. Der vorliegende Leitfaden bezieht sich ausschließlich auf klimaschützende Aspekte. Die diskutierten Maßnahmen zielen auf die Verringerung der Treibhausgas-Emission, dazu gehören vor allem der Einsatz erneuerbarer Energien und die Energieeinsparung beim Bau und bei der Nutzung von Gebäuden sowie im Bereich Mobilität. Der Leitfaden bezieht sich auf die verbindliche Bauleitplanung.
Mit viel Engagement und vielen Ideen wirken Jugendliche in kleinen Städten an der Stadtentwicklung mit. Dies hat die Planergemeinschaft in einer Untersuchung zu Jugendprojekten in kleinstädtischen Kontexten gezeigt. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekt sind in der Publikation "Orte für uns - Orte für alle" dokumentiert.
BBSR-Online-Publikation, 09/2021
In "Drei Jahre Zukunft Stadtgrün" ziehen die Autor*innen, die das Städtebauförderprogramm als Bundestransferstelle begleitet haben, Bilanz. Der Bericht stellt dar, was das Programm für die grüne Infrastruktur in den Städten erreicht hat und gibt einen Ausblick, wie es mit dem Stadtgrün nach der Neustrukturierung der Städtebauförderung weitergeht.
Den zweiten Statusbericht gibt es als Download oder er kann als gedrucktes Exemplar beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung kostenfrei bestellt werden.
BBSR, 2021